Tzatziki gehört zu den beliebtesten mediterranen Beilagen und begeistert mit seiner erfrischenden Kombination aus Joghurt, Gurke und Knoblauch. Diese griechische Spezialität lässt sich in wenigen Minuten zubereiten und passt perfekt zu gegrilltem Fleisch, frischem Brot oder als Dip für Gemüsesticks. Das Beste daran: Tzatziki gelingt auch in der veganen Variante hervorragend und steht dem Original in nichts nach. Mit den richtigen Zutaten und ein paar cleveren Handgriffen zaubert ihr diese mediterrane Köstlichkeit ganz einfach zu Hause. Ob klassisch mit griechischem Joghurt oder pflanzlich mit Sojajoghurt – beide Versionen überzeugen durch ihren authentischen Geschmack und die cremige Konsistenz.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Die Gurke vorbereiten
Wascht die Salatgurke gründlich unter fließendem Wasser ab. Schält sie mit einem Sparschäler oder einer Küchenreibe, denn die Schale kann das Tzatziki bitter machen. Schneidet die Gurke der Länge nach in zwei Hälften. Nehmt nun einen Teelöffel und kratzt damit die Kerne aus der Mitte heraus – diese enthalten viel Flüssigkeit, die wir nicht im Tzatziki haben möchten. Reibt die entkernten Gurkenhälften mit einer groben Küchenreibe in eine Schüssel. Ihr werdet sehen, wie viel Wasser dabei austritt.
2. Die Gurke entwässern
Gebt einen gestrichenen Teelöffel Salz über die geriebene Gurke und vermischt alles gut mit den Händen. Das Salz entzieht der Gurke zusätzlich Flüssigkeit – dieser Vorgang heißt Osmose, bei der Wasser aus den Zellen gezogen wird. Lasst die gesalzene Gurke etwa 10 Minuten stehen. Legt dann ein sauberes Geschirrtuch in ein Sieb, gebt die Gurke hinein und drückt sie kräftig aus. Wickelt das Tuch zusammen und presst noch einmal richtig fest – je trockener die Gurke, desto cremiger wird euer Tzatziki später.
3. Den Knoblauch verarbeiten
Schält die beiden Knoblauchzehen und entfernt den grünen Keim in der Mitte, falls vorhanden – dieser kann einen bitteren Geschmack verursachen. Presst den Knoblauch durch eine Knoblauchpresse direkt in eine große Rührschüssel. Alternativ könnt ihr ihn auch sehr fein hacken und mit etwas Salz zu einer Paste zerdrücken. Der Knoblauch sollte wirklich sehr fein sein, damit er sich gleichmäßig im Tzatziki verteilt und keine großen Stücke stören.
4. Die Basis herstellen
Gebt den griechischen Joghurt oder Sojajoghurt in die Schüssel zum Knoblauch. Achtet bei der veganen Variante darauf, einen ungesüßten Naturjoghurt zu verwenden, der möglichst dickflüssig ist. Fügt das hochwertige Olivenöl und den frisch gepressten Zitronensaft hinzu. Diese Zutaten sorgen für die typisch mediterrane Note und machen das Tzatziki besonders aromatisch. Rührt alles mit einem Löffel gründlich durch, bis eine homogene Masse entsteht.
5. Gurke und Gewürze einarbeiten
Gebt nun die gut ausgepresste Gurke zur Joghurtmischung. Streut den getrockneten Dill darüber – ihr könnt auch frischen Dill verwenden, dann nehmt etwa 2 Esslöffel fein gehackt. Würzt mit dem restlichen Meersalz und dem frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer. Vermengt alle Zutaten sorgfältig miteinander, sodass sich die Gurke gleichmäßig im Joghurt verteilt. Probiert das Tzatziki und passt die Würzung nach eurem Geschmack an – manche mögen es knoblauchlastiger, andere bevorzugen mehr Zitrone.
6. Ziehen lassen und servieren
Deckt die Schüssel mit Frischhaltefolie ab oder gebt das Tzatziki in einen verschließbaren Behälter. Stellt es für mindestens 30 Minuten, besser noch 2 Stunden, in den Kühlschrank. Diese Ruhezeit ist wichtig, damit sich alle Aromen miteinander verbinden können – das nennt man Durchziehen, wenn Gewürze und Zutaten Zeit haben, ihre Geschmacksstoffe abzugeben. Vor dem Servieren rührt ihr das Tzatziki noch einmal durch und könnt es nach Belieben mit etwas Olivenöl beträufeln und mit frischem Dill garnieren.
Tipp vom Chefkoch
Für ein besonders cremiges Tzatziki könnt ihr den Joghurt vorher durch ein feines Sieb abtropfen lassen – so wird überschüssige Flüssigkeit entfernt. Bei der veganen Variante funktioniert Cashew-Joghurt ebenfalls hervorragend und sorgt für eine nussige Note. Wenn ihr das Tzatziki am Vortag zubereitet, schmeckt es noch intensiver, da die Aromen über Nacht richtig gut durchziehen können. Bewahrt es immer gut verschlossen im Kühlschrank auf, dort hält es sich etwa 3 Tage. Falls euch das Tzatziki zu dickflüssig wird, rührt einfach einen Esslöffel kaltes Wasser unter.
Passende Getränke zum Tzatziki
Zum Tzatziki passt ein gekühlter griechischer Weißwein wie Assyrtiko von Santorin hervorragend – seine mineralische Note harmoniert perfekt mit der Frische des Dips. Wer lieber Rosé trinkt, greift zu einem trockenen Rosé aus der Provence, der durch seine Leichtigkeit überzeugt. Für die alkoholfreie Variante empfiehlt sich ein selbstgemachter Zitronenwasser mit frischer Minze oder ein traditioneller griechischer Bergtee, der kalt serviert wird. Auch ein spritziger Ayran, das türkische Joghurtgetränk, ergänzt die mediterrane Tafel wunderbar.
Zusätzliche Info
Das Tzatziki hat seine Wurzeln in der griechischen Küche und wird dort traditionell als Mezze gereicht – so nennt man die kleinen Vorspeisen, die in geselliger Runde geteilt werden. Der Name leitet sich vom türkischen Wort cacık ab, was auf die enge kulinarische Verbindung zwischen Griechenland und der Türkei hinweist. Ursprünglich diente das Tzatziki dazu, scharfe oder stark gewürzte Speisen auszugleichen und den Gaumen zu erfrischen. In Griechenland wird es häufig zu Gyros, Souvlaki oder als Beilage zu gegrilltem Fleisch serviert. Die vegane Variante mit pflanzlichem Joghurt ist eine moderne Interpretation, die zeigt, wie wandelbar traditionelle Rezepte sein können. Interessant ist auch, dass Tzatziki in verschiedenen Regionen unterschiedlich zubereitet wird – manche fügen Minze hinzu, andere schwören auf Petersilie statt Dill.



