Die vegetarische Spinatlasagne mit Champignons zählt zu den beliebtesten fleischlosen Klassikern der italienischen Küche. Cremig, saftig und absolut gelingsicher überzeugt dieses Gericht selbst überzeugte Fleischesser. Die Kombination aus zartem Blattspinat, aromatischen Champignons und einer samtigen Béchamelsauce (helle Mehlschwitze mit Milch) macht jede Schicht zu einem Genusserlebnis. Ob für Familienessen, Gäste oder als Meal-Prep für die Woche: Diese Lasagne gelingt immer und lässt sich hervorragend vorbereiten. Mit frischen Zutaten und etwas Geduld beim Schichten entsteht ein Ofengericht, das warm und kalt gleichermaßen schmeckt.
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45
mittel
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Champignons vorbereiten
Die Champignons mit einem feuchten Tuch säubern und in dünne Scheiben schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. In einer großen Pfanne drei Esslöffel Olivenöl erhitzen und die Champignons bei mittlerer Hitze etwa acht Minuten anbraten, bis sie goldbraun sind und ihre Flüssigkeit abgegeben haben. Den gehackten Knoblauch hinzufügen und weitere zwei Minuten mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und beiseite stellen.
2. Spinat zubereiten
Den tiefgekühlten Blattspinat nach Packungsanweisung auftauen lassen. Anschließend den Spinat in einem Sieb gut ausdrücken, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen. Dies ist wichtig, damit die Lasagne nicht wässrig wird. Den ausgedrückten Spinat mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss würzen.
3. Béchamelsauce zubereiten
Für die Béchamelsauce die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Das Mehl hinzufügen und mit einem Schneebesen etwa zwei Minuten unter ständigem Rühren anschwitzen, bis eine helle Mehlschwitze (Roux, die Basis vieler Saucen) entsteht. Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren hinzugießen, damit keine Klumpen entstehen. Die Sauce etwa zehn Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis sie sämig wird. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die Hälfte des geriebenen Parmesans einrühren.
4. Ricotta-Mischung vorbereiten
Den Ricotta in eine Schüssel geben und mit einer Gabel glatt rühren. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Diese cremige Käseschicht sorgt für zusätzliche Saftigkeit und einen milden Geschmack zwischen den kräftigeren Gemüseschichten.
5. Backofen vorheizen und Form vorbereiten
Den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform (etwa 30×20 Zentimeter) leicht mit Butter einfetten oder mit etwas Béchamelsauce ausstreichen. Dies verhindert, dass die unterste Schicht Lasagneplatten am Boden festklebt.
6. Lasagne schichten
Nun beginnt das Schichten: Zuerst eine dünne Schicht Béchamelsauce auf den Boden der Form geben. Darauf die erste Lage Lasagneplatten legen, diese sollten sich nicht überlappen. Dann die Hälfte des Spinats darauf verteilen, gefolgt von der Hälfte der Champignons. Mit Klecksen Ricotta bedecken und mit etwas Béchamelsauce übergießen. Eine weitere Lage Lasagneplatten darauf legen und den Vorgang wiederholen: restlicher Spinat, restliche Champignons, restlicher Ricotta, Béchamelsauce. Mit einer letzten Lage Lasagneplatten abschließen und die restliche Béchamelsauce großzügig darüber verteilen, sodass alle Platten bedeckt sind.
7. Käse auftragen und backen
Den Mozzarella in kleine Stücke zupfen oder in Scheiben schneiden und auf der obersten Saucenschicht verteilen. Den restlichen geriebenen Parmesan darüber streuen. Die Form mit Alufolie abdecken und die Lasagne im vorgeheizten Ofen etwa 30 Minuten backen. Dann die Folie entfernen und weitere 15 Minuten backen, bis die Käseschicht goldbraun und leicht gebräunt ist.
8. Ruhen lassen und servieren
Nach dem Backen die Lasagne aus dem Ofen nehmen und mindestens zehn Minuten ruhen lassen. Dieser Schritt ist entscheidend, damit sich die Schichten setzen können und die Lasagne beim Anschneiden nicht auseinanderfällt. Mit einem scharfen Messer in gleichmäßige Portionen schneiden und warm servieren.
Tipp vom Chefkoch
Für eine noch cremigere Konsistenz können Sie einen Teil der Milch in der Béchamelsauce durch Sahne ersetzen. Achten Sie darauf, den Spinat wirklich gründlich auszudrücken, sonst wird die Lasagne wässrig. Wenn Sie keine frischen Champignons verwenden möchten, eignen sich auch getrocknete Steinpilze hervorragend, die vorher in warmem Wasser eingeweicht werden müssen. Die Lasagne lässt sich problemlos einen Tag im Voraus zubereiten und vor dem Servieren im Ofen aufwärmen. Für eine knusprigere Käsekruste können Sie die Lasagne in den letzten fünf Minuten unter den Grill stellen, aber beobachten Sie sie dabei genau, damit nichts verbrennt.
Weinbegleitung zur vegetarischen Spinatlasagne
Zu dieser cremigen Spinatlasagne mit Champignons passt ein frischer Weißwein hervorragend. Ein italienischer Verdicchio aus den Marken oder ein Soave Classico aus Venetien harmonieren perfekt mit der Cremigkeit der Béchamelsauce und den erdigen Noten der Champignons. Die lebendige Säure dieser Weine schneidet durch die Fülle des Käses und erfrischt den Gaumen zwischen den Bissen.
Wer Rotwein bevorzugt, sollte zu einem leichten, fruchtigen Pinot Noir oder einem jungen Chianti greifen. Diese Weine sind nicht zu tanninhaltig und überwältigen die feinen Gemüsearomen nicht. Für Nicht-Alkoholiker empfiehlt sich ein Traubensaft oder ein italienischer Limonata, der mit seiner Zitrusfrische einen schönen Kontrast zur reichhaltigen Lasagne bildet.
Zusätzliche Info
Die Lasagne stammt ursprünglich aus der italienischen Region Emilia-Romagna, wo sie traditionell mit Ragù (Fleischsauce) zubereitet wird. Die vegetarische Variante mit Spinat und Ricotta hat ihre Wurzeln jedoch in Neapel und der süditalienischen Küche, wo Gemüse und Käse eine größere Rolle spielen als im fleischlastigen Norden.
Interessanterweise wurden Lasagneplatten bereits in der Antike gegessen. Die Römer kannten ein Gericht namens „lagana“, flache Teigblätter, die geschichtet wurden. Die moderne Lasagne, wie wir sie kennen, entwickelte sich jedoch erst im Mittelalter. Die Kombination mit Béchamelsauce wurde im 18. Jahrhundert populär, als französische Kocheinflüsse die italienische Küche bereicherten.
Spinat wurde in Europa erst im Mittelalter durch arabische Händler eingeführt und galt lange als Luxusgemüse. Heute ist die Spinatlasagne ein Klassiker der cucina povera (arme Küche), die mit einfachen, erschwinglichen Zutaten großartige Geschmackserlebnisse schafft. Die Kombination mit Champignons fügt eine zusätzliche Umami-Note hinzu und macht das Gericht besonders herzhaft und sättigend.



