Das Butter Chicken, auch bekannt als Murgh Makhani (gebratenes Hühnchen in cremiger Buttersauce), gehört zu den beliebtesten Gerichten der nordindischen Küche. Diese Spezialität aus der Region Punjab eroberte in den letzten Jahrzehnten die Herzen von Feinschmeckern weltweit. Die Kombination aus zartem Hühnerfleisch, das in einer samtigen, würzigen Tomatensauce schwimmt, macht dieses Gericht zu einem unvergesslichen kulinarischen Erlebnis. Die gute Nachricht: Mit einfachen Zutaten und etwas Geduld lässt sich dieses Restaurant-Gericht problemlos zu Hause nachkochen. Die Zubereitung erfordert keine komplizierten Techniken, sondern vor allem Zeit zum Marinieren und sanftes Köcheln der Sauce.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. das hühnerfleisch vorbereiten und marinieren
Schneide die Hühnerbrust in mundgerechte Würfel von etwa 3 bis 4 Zentimetern Kantenlänge. Diese Größe sorgt dafür, dass das Fleisch gleichmäßig gart und die Marinade gut einziehen kann. Gib die Fleischstücke in eine große Schüssel. Füge den Joghurt, einen Teelöffel Garam Masala, einen halben Teelöffel Kurkuma, einen halben Teelöffel Paprikapulver und eine Prise Salz hinzu. Vermische alles gründlich mit den Händen oder einem Löffel, sodass jedes Fleischstück vollständig mit der Marinade bedeckt ist. Decke die Schüssel ab und stelle sie für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Idealerweise lässt du das Fleisch zwei bis drei Stunden oder sogar über Nacht marinieren. Je länger die Marinierzeit, desto intensiver wird der Geschmack und desto zarter wird das Hühnerfleisch.
2.
Erhitze das Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok bei mittlerer bis hoher Hitze. Wenn das Öl heiß ist, nimm die Hühnerstücke aus der Marinade und lasse überschüssige Flüssigkeit abtropfen. Gib das Fleisch portionsweise in die Pfanne, damit es nicht übereinander liegt. Brate die Stücke für etwa 3 bis 4 Minuten von jeder Seite an, bis sie eine leichte Bräunung bekommen. Das Fleisch muss noch nicht vollständig durchgegart sein, da es später in der Sauce weiterköchelt. Das Anbraten (kurzes Garen bei hoher Hitze zur Aromabildung) sorgt für wichtige Röstaromen. Nimm das Fleisch aus der Pfanne und lege es beiseite.
3.
Gib in dieselbe Pfanne 60 Gramm Butter und lasse sie bei mittlerer Hitze schmelzen. Füge das Tomatenmark hinzu und brate es unter ständigem Rühren für etwa 2 Minuten an. Dieser Schritt ist wichtig, um die Säure des Tomatenmarks zu reduzieren und die Aromen zu intensivieren. Gib nun die restlichen Gewürze hinzu: einen Teelöffel Garam Masala, einen halben Teelöffel Kurkuma, einen halben Teelöffel Paprikapulver, einen Teelöffel Kreuzkümmel, einen Teelöffel Ingwerpulver, einen Teelöffel Knoblauchpulver und nach Geschmack Chili. Rühre die Gewürze etwa 30 Sekunden in der Butter, bis sie duften. Achte darauf, dass nichts anbrennt.
4.
Gieße die passierten Tomaten in die Pfanne und rühre alles gut um. Lasse die Mischung für etwa 5 Minuten köcheln, damit sich die Aromen verbinden. Füge dann 100 Milliliter Wasser hinzu, um die Konsistenz etwas zu verdünnen. Gib den Teelöffel Zucker dazu, der die Säure der Tomaten ausgleicht und für eine angenehme Balance sorgt. Schmecke die Sauce ab und würze mit Salz nach Bedarf. Die Sauce sollte jetzt eine schöne rötlich-orange Farbe haben und intensiv nach den indischen Gewürzen duften.
5.
Reduziere die Hitze auf niedrig und gieße die Sahne langsam unter ständigem Rühren in die Sauce. Das langsame Einrühren verhindert, dass die Sahne gerinnt. Füge die restlichen 20 Gramm Butter hinzu und rühre, bis sie vollständig geschmolzen ist. Die Butter verleiht der Sauce ihren charakteristischen samtigen Glanz und den typischen Namen des Gerichts. Wenn du getrocknete Bockshornkleeblätter (Kasuri Methi) zur Hand hast, zerreibe sie zwischen den Fingern und streue sie in die Sauce. Sie geben dem Gericht eine authentische Note mit einem leicht bitteren, erdigen Aroma.
6.
Gib die angebratenen Hühnerstücke zurück in die Pfanne und rühre sie vorsichtig unter die Sauce, sodass jedes Stück gut bedeckt ist. Lasse alles bei niedriger Hitze für weitere 15 bis 20 Minuten köcheln. Rühre gelegentlich um, damit nichts am Boden ansetzt. Das Hühnerfleisch sollte jetzt vollständig durchgegart und butterweich sein. Die Sauce sollte eine cremige Konsistenz haben, die einen Löffel leicht überzieht. Wenn die Sauce zu dick wird, füge etwas Wasser hinzu. Ist sie zu dünn, lasse sie bei offenem Deckel etwas länger köcheln.
7.
Schmecke das Butter Chicken ein letztes Mal ab und korrigiere bei Bedarf mit Salz, etwas mehr Garam Masala oder einem Spritzer Zitronensaft für zusätzliche Frische. Richte das Gericht in einer vorgewärmten Servierschüssel an. Du kannst es mit etwas frischem Koriander garnieren, falls verfügbar, oder mit einem Klecks Sahne in der Mitte. Serviere das Butter Chicken heiß mit Basmatireis, Naan-Brot oder indischem Fladenbrot.
Tipp vom Chefkoch
Für noch zarteres Fleisch kannst du die Hühnchenstücke vor dem Marinieren leicht mit einem Fleischklopfer bearbeiten. Dies lockert die Fasern und lässt die Marinade besser eindringen. Wenn du eine intensivere rote Farbe wünschst, füge einen halben Teelöffel Paprikapulver mehr hinzu oder verwende etwas Tomatenmark zusätzlich. Die Sauce lässt sich hervorragend vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, da die Aromen Zeit hatten, sich vollständig zu entfalten. Bewahre Reste in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank auf und verbrauche sie innerhalb von drei Tagen.
die passende getränkebegleitung
Zu diesem würzigen, cremigen Gericht passt ein leicht gekühltes indisches Lager-Bier wie Kingfisher oder ein mildes Weizenbier ausgezeichnet. Die Kohlensäure und die leichte Bitterkeit des Bieres balancieren die Cremigkeit der Sauce perfekt aus. Wer Wein bevorzugt, sollte zu einem halbtrockenen Riesling oder einem fruchtigen Gewürztraminer greifen. Diese Weißweine mit ihrer leichten Restsüße harmonieren wunderbar mit den exotischen Gewürzen. Für eine alkoholfreie Alternative empfiehlt sich ein Lassi (indisches Joghurtgetränk) oder ein gekühlter Minztee, der die Schärfe mildert und den Gaumen erfrischt.
Zusätzliche Info
Das Butter Chicken wurde in den 1950er Jahren im legendären Restaurant Moti Mahal in Delhi erfunden. Die Gründer Kundan Lal Gujral und seine Partner suchten nach einer Möglichkeit, übrig gebliebenes Tandoori Chicken (im Lehmofen gegrilltes Hühnchen) zu verwerten. Sie kreierten eine reichhaltige Tomatensauce mit Butter und Sahne, in der sie das Fleisch neu erhitzten. Das Ergebnis war so köstlich, dass es schnell zum Kassenschlager wurde und sich über die ganze Welt verbreitete. Heute gilt Butter Chicken als eines der bekanntesten indischen Gerichte international und wird in zahllosen Varianten zubereitet. Die Originalversion verwendete Hühnchen aus dem Tandoor-Ofen, aber die angepasste Version für den Hausgebrauch steht dem Original in nichts nach. Das Gericht repräsentiert die Mogulai-Küche, die von den muslimischen Herrschern Nordindiens geprägt wurde und sich durch ihre reichhaltigen, cremigen Saucen auszeichnet.



