Die Rosenkohl Frittata etabliert sich zunehmend als beliebte Alternative zum klassischen Frühstücksei. Dieses herzhafte Gericht vereint die nussigen Aromen des Rosenkohls mit der cremigen Textur perfekt gegarter Eier und bietet eine ausgewogene Mahlzeit für entspannte Wochenendbrunchs oder schnelle Frühstückslösungen unter der Woche. Die italienische Frittata, ein gebackenes Eiergericht ähnlich dem Omelett, erweist sich als ideale Grundlage für saisonales Wintergemüse. Rosenkohl, oft unterschätzt in seiner kulinarischen Vielseitigkeit, entfaltet durch das Anbraten eine angenehme Süße und verliert seine manchmal bittere Note. Diese Kombination transformiert einfache Zutaten in ein Restaurant-würdiges Gericht, das sich hervorragend vorbereiten und auch kalt genießen lässt. Ernährungsphysiologisch punktet diese Kreation mit hochwertigem Protein aus den Eiern und wertvollen Vitaminen aus dem Kohl, während die Zubereitung selbst auch Kochanfängern gelingt.
20
25
facile
€€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Rosenkohl vorbereiten
Den gefrorenen Rosenkohl zunächst vollständig auftauen lassen und anschließend gründlich abtropfen. Mit Küchenpapier sanft trocken tupfen, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen. Die äußeren welken Blätter entfernen falls vorhanden. Größere Röschen halbieren oder vierteln, damit sie gleichmäßig garen und eine schöne Schnittfläche zum Anbraten bieten. Kleinere Röschen können ganz bleiben. Diese Vorbereitung sorgt dafür, dass der Rosenkohl später knusprige Stellen entwickelt und nicht matschig wird.
2. Eimischung zubereiten
In einer großen Schüssel die acht Eier aufschlagen und mit einem Schneebesen einem Küchengerät mit Drahtschlaufen zum Vermischen kräftig verquirlen, bis die Masse homogen und leicht schaumig wird. Die Sahne hinzufügen und weiter schlagen. Den geriebenen Parmesan einrühren und mit Salz, frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer, Knoblauchpulver, einer Prise Muskatnuss und dem getrockneten Thymian würzen. Die Gewürze sollten gleichmäßig verteilt sein. Diese Mischung etwa fünf Minuten ruhen lassen, damit sich die Aromen verbinden können.
3. Rosenkohl anbraten
Den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen. In der ofenfesten Pfanne das Olivenöl bei mittlerer bis hoher Hitze erwärmen, bis es leicht zu schimmern beginnt. Den vorbereiteten Rosenkohl mit den Schnittflächen nach unten in die Pfanne geben und etwa acht bis zehn Minuten anbraten. Dabei gelegentlich wenden, damit alle Seiten eine goldbraune Farbe und leichte Röstaromen entwickeln. Diese Karamellisierung ist entscheidend für den Geschmack der fertigen Frittata. Der Rosenkohl sollte außen knusprig und innen zart sein.
4. Frittata zusammenfügen
Die Hitze unter der Pfanne auf mittlere Stufe reduzieren. Den angebratenen Rosenkohl gleichmäßig in der Pfanne verteilen. Die vorbereitete Eimischung langsam über den Rosenkohl gießen, dabei darauf achten, dass die Flüssigkeit alle Zwischenräume füllt. Mit einem Pfannenwender vorsichtig die Ränder leicht anheben, damit die Eimasse auch unter die Gemüsestücke fließen kann. Die Oberfläche mit einer Gabel leicht glätten. Etwa drei Minuten auf dem Herd stehen lassen, bis die Ränder beginnen zu stocken.
5. Im ofen fertig garen
Die Pfanne vorsichtig in den vorgeheizten Backofen schieben. Die Frittata etwa 15 bis 18 Minuten backen, bis die Oberfläche goldgelb ist und die Mitte nicht mehr wackelt, wenn man die Pfanne leicht bewegt. Ein in die Mitte gestochenes Messer sollte sauber herauskommen. Die Oberfläche darf leicht gebräunt sein, sollte aber nicht verbrennen. Falls die Oberfläche zu schnell Farbe annimmt, die Temperatur auf 160 Grad reduzieren. Nach dem Backen die Pfanne aus dem Ofen nehmen und die Frittata etwa fünf Minuten ruhen lassen, bevor sie geschnitten wird. Dies erleichtert das Portionieren erheblich.
Tipp vom Chefkoch
Für eine noch aromatischere Variante können einige Rosenkohl-Röschen vor dem Anbraten halbiert und die Schnittflächen mit etwas Honig bestrichen werden. Dies verstärkt die natürliche Süße des Kohls und schafft einen interessanten Kontrast zu den herzhaften Eiern. Wer keine ofenfeste Pfanne besitzt, kann den angebratenen Rosenkohl auch in eine gefettete Auflaufform umfüllen und dann die Eimischung darüber gießen. Die Frittata lässt sich hervorragend am Vortag zubereiten und schmeckt auch kalt ausgezeichnet, was sie zum idealen Meal-Prep-Gericht für die Woche macht. Beim Aufwärmen sollte man niedrige Temperaturen wählen, damit die Eier nicht trocken werden.
Passende getränke zur rosenkohl frittata
Zu dieser herzhaften Frittata harmoniert ein trockener Weißwein wie ein Grauburgunder oder Chardonnay besonders gut. Die mineralischen Noten dieser Weine ergänzen die nussigen Aromen des Rosenkohls, während die Säure die Cremigkeit der Eier ausbalanciert. Für Rotweinliebhaber bietet sich ein leichter Pinot Noir an, dessen fruchtige Nuancen nicht mit dem Gemüse konkurrieren. Beim Brunch ist auch ein Prosecco eine ausgezeichnete Wahl, dessen Perlage die Schwere des Gerichts auflockert. Für alkoholfreie Alternativen empfiehlt sich ein frisch gepresster Orangensaft oder ein hochwertiger grüner Tee, dessen pflanzliche Noten die Aromen des Rosenkohls unterstreichen.
Zusätzliche Info
Die Frittata stammt ursprünglich aus Italien und unterscheidet sich vom französischen Omelett durch ihre Zubereitungsart. Während das Omelett gefaltet und cremig serviert wird, gart die Frittata gleichmäßig durch und wird in Stücken geschnitten. Historisch gesehen entwickelte sich dieses Gericht als praktische Möglichkeit, Reste zu verwerten und Eier mit saisonalem Gemüse zu kombinieren. Rosenkohl selbst wurde vermutlich im 13. Jahrhundert in Belgien kultiviert, woher auch sein Name Brüsseler Kohl stammt. Das kleine Kohlgemüse erlebte lange Zeit ein Schattendasein, bis moderne Zubereitungsmethoden wie das Rösten seine geschmacklichen Qualitäten hervorbrachten. In der zeitgenössischen Küche erlebt Rosenkohl eine Renaissance, besonders in Kombination mit Eierspeisen, wo seine leicht bittere Note einen interessanten Kontrast zur milden Cremigkeit bildet. Die Kombination von Rosenkohl und Eiern liefert zudem eine ausgewogene Nährstoffzusammensetzung mit Proteinen, Ballaststoffen und den Vitaminen C und K.



