Hähnchen-Kichererbsen-Curry: einfache indische Küche für zu Hause

In deutschen Küchen erlebt die indische Küche einen wahren Boom. Das hähnchen-kichererbsen-curry verkörpert perfekt diese kulinarische Bewegung: einfach zuzubereiten, aromatisch und nahrhaft zugleich. Diese Spezialität aus dem Subkontinent lässt sich problemlos zu Hause nachkochen, ohne dass man dafür einen Abschluss an einer Kochschule benötigt.

Die Kombination aus zartem Hühnerfleisch und cremigen Kichererbsen in einer würzigen Sauce macht dieses Gericht zu einem Favoriten für Familien und Gäste. Mit den richtigen Gewürzen und etwas Geduld verwandeln Sie Ihre Küche in ein kleines indisches Restaurant. Die Zubereitung erfordert keine komplizierten Techniken, sondern lediglich das richtige Timing und die Bereitschaft, sich auf neue Geschmackswelten einzulassen.

25

40

facile

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der zutaten

Beginnen Sie damit, die Hähnchenbrustfilets in mundgerechte Würfel von etwa 2 bis 3 Zentimetern zu schneiden. Diese Größe sorgt dafür, dass das Fleisch gleichmäßig gart und die Aromen gut aufnimmt. Schälen Sie anschließend die Zwiebeln und schneiden Sie diese in feine Würfel. Die Knoblauchzehen ebenfalls schälen und fein hacken oder durch eine Knoblauchpresse drücken. Gießen Sie die Kichererbsen in ein Sieb und spülen Sie diese unter fließendem Wasser gründlich ab, um überschüssige Flüssigkeit und den metallischen Geschmack der Dose zu entfernen.

2.

Erhitzen Sie das Pflanzenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze. Sobald das Öl heiß ist, geben Sie die Zwiebelwürfel hinein und braten Sie diese etwa 5 Minuten an, bis sie glasig werden und leicht goldbraun sind. Fügen Sie dann den gehackten Knoblauch hinzu und braten Sie diesen für weitere 1 bis 2 Minuten mit. Achten Sie darauf, dass der Knoblauch nicht verbrennt, da er sonst bitter schmeckt. Nun kommt der wichtigste Schritt: das Anrösten der Gewürze. Geben Sie Currypulver, Garam Masala, Kurkuma, Kreuzkümmelpulver, Ingwerpulver und Chilipulver in die Pfanne. Rühren Sie alles gut um und lassen Sie die Gewürze etwa 1 Minute rösten, bis sie duften. Dieser Vorgang nennt sich tempern und aktiviert die ätherischen Öle in den Gewürzen, wodurch ihr Aroma intensiviert wird.

3.

Erhöhen Sie die Hitze auf mittel-hoch und geben Sie die Hähnchenwürfel in die Pfanne. Braten Sie das Fleisch unter regelmäßigem Rühren etwa 5 bis 7 Minuten an, bis es von allen Seiten eine leicht goldene Farbe angenommen hat. Das Fleisch muss an dieser Stelle noch nicht vollständig durchgegart sein, da es später in der Sauce weitergart. Würzen Sie das Hähnchen mit einer Prise Salz und Pfeffer.

4.

Gießen Sie nun die gehackten Tomaten aus der Dose in die Pfanne und rühren Sie alles gut um. Fügen Sie den Teelöffel Zucker hinzu, der die Säure der Tomaten ausgleicht. Lassen Sie die Mischung etwa 3 Minuten köcheln, damit die Tomaten etwas eindicken. Anschließend geben Sie die abgetropften Kichererbsen hinzu und rühren diese unter. Gießen Sie die Kokosmilch über die Zutaten und vermischen Sie alles gründlich. Die Kokosmilch verleiht dem Curry seine charakteristische Cremigkeit und mildert die Schärfe der Gewürze ab.

5.

Reduzieren Sie die Hitze auf niedrig-mittel und lassen Sie das Curry etwa 20 bis 25 Minuten sanft köcheln. Dabei sollte die Sauce leicht blubbern, aber nicht stark sprudeln. Rühren Sie gelegentlich um, damit nichts am Boden anbrennt. Während dieser Zeit verbinden sich alle Aromen miteinander und das Hähnchen wird butterweich. Die Sauce sollte dabei etwas eindicken. Falls sie zu dick wird, können Sie etwas Wasser hinzufügen. Falls sie zu dünn bleibt, lassen Sie das Curry einfach etwas länger ohne Deckel köcheln.

6.

Probieren Sie das Curry und schmecken Sie es mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas mehr Chilipulver ab. Manche mögen es schärfer, andere bevorzugen eine mildere Variante. Nehmen Sie die Pfanne vom Herd und lassen Sie das Curry noch 5 Minuten ruhen, bevor Sie es servieren. Diese Ruhezeit ermöglicht es den Aromen, sich vollständig zu entfalten.

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Tipp vom Chefkoch

Für eine noch intensivere Geschmacksnote können Sie die Kichererbsen vor dem Hinzufügen kurz in einer trockenen Pfanne anrösten. Dies verleiht ihnen eine leicht nussige Note. Wenn Sie frischen Ingwer statt Ingwerpulver verwenden möchten, reiben Sie etwa 2 Zentimeter frischen Ingwer fein und geben Sie ihn zusammen mit dem Knoblauch in die Pfanne. Frischer Koriander als Garnitur verleiht dem Gericht eine wunderbare Frische, ist aber optional. Sollten Sie keine Kokosmilch mögen, können Sie auch Sahne oder Joghurt verwenden, wobei Joghurt am Ende der Garzeit hinzugefügt werden sollte, damit er nicht gerinnt.

Passende getränke zum hähnchen-kichererbsen-curry

Zu diesem würzigen Curry passt hervorragend ein halbtrockener Riesling aus Deutschland, dessen fruchtige Süße die Schärfe des Gerichts ausgleicht. Alternativ harmoniert ein Gewürztraminer aus dem Elsass perfekt mit den orientalischen Aromen. Für Bierliebhaber empfiehlt sich ein indisches Lager-Bier oder ein mildes Weizenbier, das die Geschmacksnerven zwischen den Bissen erfrischt. Wer alkoholfreie Optionen bevorzugt, sollte zu einem Lassi, einem traditionellen indischen Joghurtgetränk, greifen oder einen gekühlten Minztee servieren.

Zusätzliche Info

Das hähnchen-kichererbsen-curry hat seine Wurzeln in der nordindischen Küche, wo Currys seit Jahrhunderten zur täglichen Ernährung gehören. Der Begriff „Curry“ selbst stammt vom tamilischen Wort „kari“ ab, das „Sauce“ bedeutet. In Indien variieren Curry-Rezepte von Region zu Region erheblich, je nach verfügbaren Zutaten und lokalen Geschmacksvorlieben.

Kichererbsen, auf Hindi chana genannt, sind eine der ältesten Hülsenfrüchte der Menschheit und werden seit etwa 7.500 Jahren im Nahen Osten angebaut. Sie sind reich an Proteinen, Ballaststoffen und Mineralstoffen, was sie zu einer ausgezeichneten vegetarischen Eiweißquelle macht. In Kombination mit Hähnchen entsteht ein ausgewogenes Gericht, das sättigt ohne zu beschweren.

Die Verwendung von Kokosmilch ist typisch für südindische und thailändische Currys, während nordindische Varianten oft auf Joghurt oder Sahne setzen. Diese Fusion macht das Gericht besonders cremig und mild, was es auch für europäische Gaumen sehr zugänglich macht.

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