Der winter zeigt sich von seiner schönsten Seite, wenn frische Zutaten auf den Tisch kommen. Dieser winterliche Rotkohlsalat mit gebratenem Halloumi vereint knackiges Gemüse mit würzigem Käse und verwandelt einfache Produkte in ein festliches Gericht. Die Kombination aus süßlichem Rotkohl, cremigem Halloumi und einer fruchtigen Vinaigrette macht diesen Salat zu einem echten Highlight der kalten Jahreszeit.
Rotkohl ist ein typisches Wintergemüse, das nicht nur durch seine intensive Farbe besticht, sondern auch reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist. In dieser Rezeptur wird er roh verwendet, was ihm eine besondere Frische verleiht. Der Halloumi, ein zypriotischer Grillkäse, bringt durch seine salzige Note und seine einzigartige Konsistenz eine mediterrane Komponente ins Spiel. Beim Braten entwickelt er eine goldbraune Kruste, die perfekt mit dem knackigen Salat harmoniert.
Diese Kreation eignet sich hervorragend als leichtes Hauptgericht oder als raffinierte Vorspeise für besondere Anlässe. Die Zubereitung ist unkompliziert und gelingt auch Küchenanfängern mühelos. Mit wenigen Handgriffen entsteht ein Gericht, das optisch beeindruckt und geschmacklich überzeugt.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung des Rotkohls
Den Rotkohl gründlich waschen und die äußeren Blätter entfernen. Den Kohlkopf halbieren und den Strunk herausschneiden. Mit einem scharfen Messer oder einer Mandoline (ein Küchengerät zum feinen Schneiden von Gemüse) den Kohl in hauchdünne Streifen schneiden. Je feiner die Streifen, desto zarter wird der Salat. Die Kohlstreifen in eine große Schüssel geben und leicht salzen. Mit den Händen sanft durchkneten, damit der Kohl etwas weicher wird. Dieser Vorgang dauert etwa 3 Minuten und macht den rohen Kohl bekömmlicher.
2. Herstellung der Vinaigrette
In einer kleinen Schüssel das Olivenöl, den Balsamico-Essig, den Honig, den Dijon-Senf und den frisch gepressten Orangensaft vermengen. Mit einem Schneebesen kräftig schlagen, bis eine homogene Emulsion (eine gleichmäßige Mischung aus Flüssigkeiten, die sich normalerweise nicht verbinden) entsteht. Mit Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken. Die Säure des Essigs und die Süße des Honigs sollten ausgewogen sein. Bei Bedarf nachwürzen.
3. Vorbereitung der Walnüsse
Die Walnüsse in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze etwa 3 bis 4 Minuten rösten. Dabei regelmäßig schwenken, damit sie nicht anbrennen. Sobald sie duften und leicht gebräunt sind, aus der Pfanne nehmen und grob hacken. Dieser Schritt intensiviert das nussige Aroma und verleiht den Walnüssen eine angenehme Knusprigkeit.
4. Braten des Halloumi
Den Halloumi aus der Verpackung nehmen und mit Küchenpapier trocken tupfen. In etwa 1 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Eine beschichtete Pfanne ohne Fett erhitzen. Die Halloumi-Scheiben hineingeben und bei mittlerer bis hoher Hitze von jeder Seite etwa 2 bis 3 Minuten braten. Der Käse sollte eine goldbraune Kruste entwickeln, aber innen noch weich bleiben. Nicht zu lange braten, sonst wird er zäh. Nach dem Braten auf einem Teller beiseite stellen.
5. Zusammenstellen des Salats
Den vorbereiteten Rotkohl in eine große Salatschüssel geben. Die Vinaigrette darüber gießen und alles gründlich vermengen. Die gerösteten Walnüsse, die getrockneten Cranberries und die Granatapfelkerne hinzufügen. Vorsichtig unterheben, damit alle Zutaten gleichmäßig verteilt sind. Die Blättchen des frischen Thymians von den Zweigen zupfen und über den Salat streuen.
6. Anrichten und servieren
Den Salat auf vier Teller oder Schalen verteilen. Die warmen Halloumi-Scheiben darauf anrichten. Mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen. Sofort servieren, solange der Käse noch warm ist. Die Kombination aus warmem Halloumi und kühlem Salat macht den besonderen Reiz dieses Gerichts aus.
Tipp vom Chefkoch
Um den Rotkohl besonders zart zu machen, kann man ihn nach dem Schneiden mit etwas Salz bestreuen und 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend das ausgetretene Wasser abgießen. Der Halloumi lässt sich auch auf einem Grillrost zubereiten, was ihm ein rauchiges Aroma verleiht. Wer keine Cranberries mag, kann sie durch Rosinen oder getrocknete Aprikosen ersetzen. Die Vinaigrette kann bereits am Vortag zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor Gebrauch gut durchschütteln. Für eine vegane Variante den Halloumi durch gebratenen Tofu oder Tempeh ersetzen.
Passende Getränke zum winterlichen Rotkohlsalat
Zu diesem Salat passt ein trockener Weißwein wie ein Grauburgunder oder ein Riesling hervorragend. Die Fruchtnoten des Weins harmonieren mit den Cranberries und dem Orangensaft in der Vinaigrette. Auch ein leichter Roséwein mit seiner dezenten Fruchtigkeit bildet eine schöne Ergänzung zum salzigen Halloumi.
Wer lieber einen Rotwein bevorzugt, sollte zu einem fruchtigen Spätburgunder greifen. Seine weiche Struktur und die roten Beerennoten passen gut zur Süße der Cranberries. Für Nicht-Alkohol-Trinker empfiehlt sich ein Granatapfelsaft oder ein Cranberry-Direktsaft, der die Aromen des Salats aufgreift. Ein Holunderblüten-Schorle mit einem Spritzer Zitrone bietet eine erfrischende Alternative.
Zusätzliche Info
Der Rotkohl, auch Blaukraut genannt, ist seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der europäischen Küche. Besonders in Deutschland, Österreich und den Niederlanden wird er traditionell als Beilage zu Fleischgerichten serviert. Die intensive violette Farbe verdankt er den Anthocyanen (pflanzliche Farbstoffe mit antioxidativer Wirkung), die nicht nur optisch beeindrucken, sondern auch gesundheitsfördernd sind.
Der Halloumi stammt ursprünglich aus Zypern und wird traditionell aus Schafs- und Ziegenmilch hergestellt. Seine besondere Eigenschaft ist der hohe Schmelzpunkt, der es ermöglicht, ihn zu braten oder zu grillen, ohne dass er seine Form verliert. Diese Charakteristik macht ihn zum idealen Partner für warme Salate. In der zypriotischen Küche wird Halloumi oft mit frischen Kräutern wie Minze kombiniert und als Meze (kleine Vorspeisen) serviert.
Die Kombination von Rotkohl und Halloumi ist eine moderne Interpretation klassischer Winterküche. Sie vereint mediterrane und mitteleuropäische Einflüsse und zeigt, wie vielfältig saisonale Zutaten eingesetzt werden können. Dieser Salat beweist, dass gesunde Ernährung im Winter keineswegs langweilig sein muss.



