So gelingt Ihnen ein indisches Butter Chicken, das zart und würzig ist, mit simplen Zutaten

Das butter chicken, auch murgh makhani genannt, gehört zu den beliebtesten gerichten der indischen küche weltweit. Diese cremige, würzige spezialität aus dem norden indiens begeistert durch ihre perfekte balance zwischen süße, säure und würze. Die zarten hähnchensstücke baden in einer samtigen tomatensauce, die mit butter und sahne verfeinert wird. Was viele nicht wissen: dieses restaurant-gericht lässt sich mit simplen zutaten zu hause zubereiten. Die geheimwaffe liegt in der marinade und der geduldigen zubereitung der sauce. Selbst anfänger können mit dieser anleitung ein authentisches butter chicken zaubern, das geschmacklich mit jedem indischen restaurant mithalten kann.

30

45

moyen

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Die marinade vorbereiten

Schneiden sie die hähnchenbrustfilets in etwa drei zentimeter große würfel. In einer großen schüssel vermischen sie den naturjoghurt mit dem zitronensaft, einem teelöffel garam masala, dem ingwerpulver, knoblauchpulver, kurkuma und einer prise salz. Geben sie die hähnchensstücke hinzu und vermengen sie alles gründlich, sodass jedes stück gut mit der marinade bedeckt ist. Decken sie die schüssel ab und lassen sie das hähnchen mindestens 30 minuten im kühlschrank marinieren. Idealerweise sollte die marinade zwei bis vier stunden einwirken, damit das fleisch richtig zart wird und die gewürze gut einziehen können.

2. Das hähnchen anbraten

Erhitzen sie das pflanzenöl in einer großen pfanne bei mittlerer bis hoher hitze. Nehmen sie die hähnchensstücke aus der marinade und lassen sie überschüssige marinade abtropfen, bewahren sie diese aber auf. Braten sie das hähnchen portionsweise an, damit die pfanne nicht überfüllt ist. Jede seite sollte etwa drei bis vier minuten goldbraun werden. Das fleisch muss an dieser stelle noch nicht vollständig durchgegart sein, da es später in der sauce fertig gegart wird. Nehmen sie die gebratenen stücke aus der pfanne und stellen sie diese beiseite.

3. Die basis der sauce erstellen

Reduzieren sie die hitze auf mittlere stufe und geben sie 40 gramm butter in dieselbe pfanne. Sobald die butter geschmolzen ist, fügen sie das tomatenmark hinzu und braten es etwa eine minute lang an. Dieser schritt ist wichtig, um die säure des tomatenmarks zu reduzieren und den geschmack zu intensivieren. Gießen sie nun die passierten tomaten hinzu und rühren sie gut um. Fügen sie den restlichen teelöffel garam masala, das paprikapulver, den kreuzkümmel und den zucker hinzu. Der zucker gleicht die säure der tomaten aus und sorgt für eine ausgewogene geschmacksnote.

4. Die sauce verfeinern

Lassen sie die tomatensauce etwa zehn minuten bei mittlerer hitze köcheln, damit sich die aromen gut verbinden können. Rühren sie gelegentlich um, damit nichts anbrennt. Gießen sie nun die sahne ein und rühren sie diese gleichmäßig unter. Die sauce sollte eine schöne orangerote farbe annehmen und cremig werden. Geben sie die restlichen 40 gramm butter hinzu und lassen sie diese in der sauce schmelzen. Falls sie kasuri methi verwenden, zerreiben sie die getrockneten bockshornkleeblätter zwischen ihren handflächen und streuen sie diese in die sauce. Dies verleiht dem gericht seinen typisch authentischen geschmack.

5. Das hähnchen fertig garen

Geben sie die angebratenen hähnchensstücke zurück in die pfanne und wenden sie diese in der sauce. Falls sie noch überschüssige marinade haben, können sie auch diese hinzufügen. Reduzieren sie die hitze auf niedrige stufe, decken sie die pfanne ab und lassen sie alles etwa 15 bis 20 minuten sanft köcheln. Rühren sie gelegentlich um und prüfen sie, ob das hähnchen vollständig durchgegart ist. Das fleisch sollte zart sein und sich leicht mit einer gabel zerteilen lassen. Schmecken sie die sauce ab und würzen sie bei bedarf mit salz nach.

6. Final abschmecken und servieren

Nehmen sie die pfanne vom herd und lassen sie das butter chicken etwa fünf minuten ruhen. In dieser zeit können die aromen noch besser zusammenkommen. Schmecken sie ein letztes mal ab und korrigieren sie die würzung nach ihrem geschmack. Falls die sauce zu dick geworden ist, können sie etwas wasser oder sahne hinzufügen. Ist sie zu dünn, lassen sie sie ohne deckel noch einige minuten einkochen. Das butter chicken ist nun bereit zum servieren und sollte heiß genossen werden.

Tipp vom Chefkoch

Für ein noch intensiveres aroma können sie frischen ingwer und knoblauch verwenden statt pulver. Reiben sie jeweils einen esslöffel frischen ingwer und drei knoblauchzehen und geben sie diese zur marinade hinzu. Ein weiterer profi-tipp: rösten sie die gewürze kurz in einer trockenen pfanne an, bevor sie diese verwenden. Dadurch entfalten sie ihr volles aroma. Falls ihnen die sauce zu scharf ist, fügen sie einfach mehr sahne oder einen löffel honig hinzu. Reste lassen sich hervorragend einfrieren und schmecken aufgewärmt oft sogar noch besser, da die gewürze mehr zeit zum durchziehen hatten.

Passende getränke zum butter chicken

Zu diesem würzigen gericht passt am besten ein halbtrockener riesling oder ein gewürztraminer, deren fruchtige süße die schärfe der gewürze ausgleicht. Auch ein off-dry rosé harmoniert wunderbar mit der cremigen sauce. Wer bier bevorzugt, sollte zu einem indischen pale ale oder einem milden weizenbier greifen. Für eine alkoholfreie option empfiehlt sich ein mango lassi, das traditionelle indische joghurtgetränk, oder ein gekühlter chai-tee mit milch. Auch kokoswasser ist eine erfrischende begleitung, die die würze mildert.

Zusätzliche Info

Das butter chicken wurde in den 1950er jahren in delhi erfunden, genauer gesagt im legendären restaurant moti mahal. Die geschichte besagt, dass die köche eine möglichkeit suchten, übrig gebliebenes tandoori-hähnchen vom vortag zu verwerten. Sie kreierten eine reichhaltige tomatensauce mit butter und sahne, in der sie das fleisch erwärmten. Das ergebnis war so köstlich, dass es schnell zu einem der beliebtesten gerichte indiens wurde. Heute ist butter chicken weltweit bekannt und wird in unzähligen varianten zubereitet. In indien selbst wird es oft zu besonderen anlässen serviert und gilt als festliches gericht. Die originalversion aus delhi ist etwas weniger süß und cremig als die westlichen adaptionen, die oft mehr sahne enthalten.

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