Wenn Sie beim Kochen von Reis einen Teebeutel hinzufügen, erhält die Beilage ein feines Aroma, das ideal zu asiatischen Gerichten passt

In der modernen küche entdecken immer mehr hobbyköche die kunst, klassische beilagen mit subtilen aromen zu verfeinern. Eine besonders raffinierte methode stammt aus der asiatischen kochtradition: das hinzufügen eines teebeutels während des reiskochens. Diese einfache technik verleiht dem reis eine delikate geschmacksnote, die perfekt mit sojasauce, ingwer und anderen typischen zutaten asiatischer gerichte harmoniert. Der tee gibt seine aromen sanft an die reiskörner ab, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Ob jasmintee für eine blumige note, grüntee für frische oder schwarztee für erdige akzente – die möglichkeiten sind vielfältig und laden zum experimentieren ein.

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Zutaten

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Utensilien

Zubereitung

1. Den reis vorbereiten

Gebt zunächst die 300 gramm langkornreis in ein feines sieb und spült ihn gründlich unter kaltem fließendem wasser ab. Dieser schritt ist wichtig, um überschüssige stärke zu entfernen, die den reis sonst klebrig machen würde. Das spülen bezeichnet man in der fachsprache als waschen des reises. Spült so lange, bis das wasser klar bleibt und nicht mehr milchig aussieht. Dies dauert etwa zwei bis drei minuten. Lasst den reis dann gut abtropfen.

2. Das wasser mit tee aromatisieren

Füllt die 600 milliliter wasser in einen mittelgroßen kochtopf. Fügt eine prise salz hinzu und bringt das wasser zum kochen. Sobald das wasser sprudelnd kocht, nehmt den topf kurz vom herd und gebt die beiden teebeutel hinein. Lasst sie etwa 30 sekunden ziehen, damit sich die aromen entfalten können. Wichtig ist, dass der tee nicht zu lange zieht, sonst wird das aroma zu intensiv und könnte bitter werden. Entfernt die teebeutel nach dieser kurzen ziehzeit wieder.

3. Reis und tee-wasser kombinieren

Gebt nun den abgetropften reis in das aromatisierte wasser. Rührt einmal kurz um, damit sich die reiskörner gleichmäßig verteilen. Bringt das ganze erneut zum kochen. Dieser vorgang wird als aufkochen bezeichnet. Sobald das wasser wieder sprudelt, reduziert die hitze auf die niedrigste stufe eures herdes.

4. Den reis garen lassen

Setzt nun den deckel fest auf den topf. Der deckel sollte während der gesamten garzeit geschlossen bleiben, damit der dampf nicht entweichen kann. Lasst den reis bei sehr niedriger hitze etwa 15 bis 18 minuten köcheln. In dieser zeit nimmt der reis das aromatisierte wasser vollständig auf und wird schön locker. Widersteht der versuchung, zwischendurch den deckel zu öffnen, denn jedes öffnen lässt wichtigen dampf entweichen und verlängert die garzeit.

5. Den reis ruhen lassen

Nach ablauf der garzeit nehmt den topf vom herd, aber lasst den deckel noch weitere fünf minuten geschlossen. Diese ruhephase ist entscheidend für die perfekte konsistenz. Das nachquellen sorgt dafür, dass die reiskörner ihre endgültige textur erreichen. Während dieser zeit verteilt sich die restliche feuchtigkeit gleichmäßig in den körnern.

6. Den reis auflockern und verfeinern

Öffnet nun vorsichtig den deckel und lockert den reis mit einer gabel auf. Verwendet eine gabel statt eines löffels, um die reiskörner nicht zu zerdrücken. Arbeitet dabei von außen nach innen und hebt den reis sanft an. Träufelt zum schluss das sesamöl darüber und verteilt es durch vorsichtiges unterheben. Das öl verleiht dem reis einen zusätzlichen asiatischen geschmack und einen schönen glanz.

Tipp vom Chefkoch

Experimentiert mit verschiedenen teesorten, um unterschiedliche geschmacksrichtungen zu entdecken. Jasmintee passt hervorragend zu fischgerichten, grüner sencha-tee zu gemüse, und ein milder oolong-tee harmoniert wunderbar mit geflügel. Für eine intensivere note könnt ihr auch einen teebeutel während der gesamten garzeit im reis lassen, aber testet dies zunächst vorsichtig, da manche teesorten bitter werden können. Ein profi-tipp: fügt eine dünne scheibe ingwer oder eine zerdrückte knoblauchzehe zum wasser hinzu, bevor ihr den tee ziehen lasst. Diese zusätzlichen aromen ergänzen den teegeschmack perfekt und verleihen eurem reis noch mehr tiefe. Achtet darauf, hochwertige teebeutel ohne künstliche aromastoffe zu verwenden, da diese geschmacklich einen großen unterschied machen. Wenn ihr losen tee bevorzugt, wickelt ihn in ein kleines stück musselin oder verwendet ein tee-ei, damit keine blätter im reis zurückbleiben.

Passende getränke zum aromatisierten reis

Da dieser aromatisierte reis ideal zu asiatischen gerichten passt, sollte auch das getränk entsprechend gewählt werden. Ein gekühlter grüner tee harmoniert perfekt mit den subtilen aromen des reises und erfrischt den gaumen zwischen den bissen. Alternativ bietet sich ein trockener riesling oder ein leichter gewürztraminer an, deren fruchtige noten die asiatischen gewürze unterstreichen. Gewürztraminer ist eine rebsorte mit charakteristischem litschi-aroma. Für liebhaber alkoholfreier getränke empfiehlt sich ein hausgemachter ingwer-limonaden-mix oder ein jasmin-eistee, der die tee-note des reises aufgreift. Auch ein leichtes japanisches bier wie asahi oder sapporo passt ausgezeichnet zu dieser beilage, besonders wenn sie mit scharfen currys oder gebratenen gerichten serviert wird.

Zusätzliche Info

Die tradition, reis mit tee zu aromatisieren, hat ihre wurzeln in verschiedenen asiatischen kulturen. In china wird seit jahrhunderten grüner tee beim kochen von reis verwendet, besonders in den südlichen provinzen, wo teeanbau und reiskultur eng miteinander verbunden sind. Die technik wurde ursprünglich entwickelt, um einfachen reis aufzuwerten und ihm mehr geschmackstiefe zu verleihen. In japan kennt man eine ähnliche methode mit dem sogenannten ochazuke, einem gericht, bei dem heißer tee über gekochten reis gegossen wird. Die vietnamesische küche verwendet ebenfalls aromatisierte flüssigkeiten zum reiskochen, oft mit pandanblättern oder kokosmilch. Diese methode zeigt, wie vielseitig reis als grundnahrungsmittel sein kann und wie kleine veränderungen in der zubereitung große geschmackliche unterschiede bewirken. Heute erleben diese traditionellen techniken eine renaissance in der modernen fusionsküche, wo köche weltweit mit verschiedenen tee-reis-kombinationen experimentieren. Fusionsküche bezeichnet die kreative verbindung verschiedener kulinarischer traditionen. Besonders beliebt sind kombinationen mit earl grey für mediterrane gerichte oder mit chai-tee für indisch inspirierte kreationen.

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