Die Franzbrötchen gehören zu den beliebtesten Gebäckstücken aus Hamburg und erobern seit Jahren die Herzen von Naschkatzen in ganz Deutschland. Diese zimtigen Köstlichkeiten erinnern an eine Mischung aus Croissant und Zimtschnecke und versprechen einen unvergleichlichen Genuss. Die gute Nachricht: man braucht nur vier einfache Zutaten, um diese norddeutsche Spezialität selbst zu backen. In weniger als einer Stunde verwandelt sich die eigene Küche in eine kleine Hamburger Bäckerei, und der Duft von Zimt und Butter erfüllt das ganze Haus. Diese vereinfachte Version macht das traditionelle Gebäck auch für Backanfänger zugänglich, ohne dabei auf den authentischen Geschmack zu verzichten.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung des Teigs
Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die beiden Rollen Blätterteig aus dem Kühlschrank nehmen und vorsichtig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Dabei darauf achten, dass der Teig nicht reißt. Falls der Teig zu kalt ist, einige Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen, damit er geschmeidiger wird. Die Butter in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle schmelzen und leicht abkühlen lassen.
2. Zubereitung der Zimt-Zucker-Mischung
In einer kleinen Schüssel den Zucker mit dem gemahlenen Zimt vermischen. Diese Mischung gleichmäßig verteilen, damit jedes Franzbrötchen den perfekten Geschmack erhält. Die geschmolzene Butter mit einem Backpinsel großzügig auf die ausgerollten Blätterteigplatten streichen. Dabei bis zum Rand arbeiten, damit keine trockenen Stellen bleiben. Anschließend die Zimt-Zucker-Mischung gleichmäßig über die gebutterte Oberfläche streuen.
3. Formen der Franzbrötchen
Jede Teigplatte von der langen Seite her fest aufrollen, ähnlich wie bei einer Zimtschnecke. Die Rolle sollte straff sein, aber nicht so fest, dass der Teig reißt. Mit einem scharfen Messer die Rollen in etwa 3 bis 4 Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Jede Scheibe mit der Schnittfläche nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Zwischen den einzelnen Stücken etwa 5 Zentimeter Abstand lassen, da sie beim Backen aufgehen.
4. Charakteristische Form geben
Nun kommt der entscheidende Schritt, der aus einer einfachen Zimtschnecke ein echtes Franzbrötchen macht. Mit einem Kochlöffelstiel oder einem runden Holzstab in die Mitte jeder Teigscheibe drücken. Dabei den Stiel quer über die Scheibe legen und mit sanftem Druck nach unten drücken, bis der Stiel fast das Backblech berührt. Dadurch entsteht die typische ovale Form mit den hochstehenden Rändern, die das Franzbrötchen so besonders macht. Die Ränder sollten sich leicht nach außen wölben.
5. Backen und Finalisieren
Das Backblech in den vorgeheizten Ofen schieben und die Franzbrötchen etwa 18 bis 20 Minuten backen. Sie sollten goldbraun und knusprig werden, während die Zimt-Zucker-Mischung leicht karamellisiert. Den Backvorgang im Auge behalten, da jeder Ofen unterschiedlich arbeitet. Wenn die Franzbrötchen zu dunkel werden, die Temperatur leicht reduzieren oder die Backzeit verkürzen. Nach dem Backen die Franzbrötchen auf dem Blech etwa 5 Minuten abkühlen lassen, bevor sie auf ein Kuchengitter umgesetzt werden. Wer möchte, kann die noch warmen Franzbrötchen mit etwas zusätzlichem Zucker bestreuen.
Tipp vom Chefkoch
Um die Franzbrötchen noch authentischer zu gestalten, kann man vor dem Backen etwas Hagelzucker über die geformten Teigstücke streuen. Dieser verleiht den Franzbrötchen eine schöne Knusprigkeit und zusätzliche Süße. Wer es besonders karamellisiert mag, kann die Zimt-Zucker-Mischung mit einem Esslöffel braunem Zucker ergänzen. Die Franzbrötchen schmecken am besten noch leicht warm, können aber auch problemlos einen Tag aufbewahrt und kurz im Ofen aufgebacken werden.
Passende Getränke zu den Franzbrötchen
Zu diesen zimtigen Köstlichkeiten passt am besten ein heißer Kaffee oder ein Cappuccino, wie es in Hamburg Tradition ist. Der kräftige Geschmack des Kaffees harmoniert perfekt mit der Süße und dem Zimt der Franzbrötchen. Alternativ eignet sich auch ein schwarzer Tee oder ein Chai Latte, dessen Gewürznoten die Zimtnote des Gebäcks unterstreichen. Für Kinder oder Nicht-Kaffeetrinker ist ein Glas warme Milch oder ein Kakao die ideale Begleitung. An kalten Tagen rundet eine heiße Schokolade das Genusserlebnis ab.
Zusätzliche Info
Das Franzbrötchen ist eine Hamburger Spezialität, die ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert hat. Der Legende nach entstand das Gebäck durch einen Zufall in einer Hamburger Bäckerei, als ein Lehrling versehentlich Zimt und Zucker in einen Croissantteig einarbeitete. Das Ergebnis war so köstlich, dass es schnell zum festen Bestandteil des Sortiments wurde. Der Name Franzbrötchen leitet sich vermutlich vom französischen pain français ab, was auf die Verwandtschaft mit französischem Gebäck hinweist. Traditionell wird das Franzbrötchen aus einem speziellen Plunderteig hergestellt, der mehrfach gefaltet wird. Die vereinfachte Version mit fertigem Blätterteig macht das Gebäck auch zu Hause schnell und unkompliziert nachbackbar. In Hamburg gibt es sogar einen Tag des Franzbrötchens, der jedes Jahr am dritten Sonntag im September gefeiert wird.



