Kartoffelsuppe mit Würstchen – sämig, herzhaft und in einem Topf schnell gemacht

Die Kartoffelsuppe mit Würstchen gehört zu den Klassikern der deutschen Hausmannskost, die seit Generationen auf den Tischen stehen. In nur einem Topf zubereitet, vereint dieses Gericht alle Vorzüge einer gelungenen Mahlzeit: Es ist sämig, das bedeutet cremig und dickflüssig, herzhaft im Geschmack und dabei erstaunlich schnell gemacht. Die Kombination aus mehligen Kartoffeln, die beim Kochen zerfallen und der Suppe ihre charakteristische Konsistenz verleihen, und den würzigen Würstchen macht diese Speise zu einem echten Seelenwärmer. Besonders an kalten Tagen bringt diese Suppe Wärme und Zufriedenheit in die Küche. Die Zubereitung erfordert keine besonderen Kochkünste, und dennoch entsteht ein Ergebnis, das selbst anspruchsvolle Esser begeistert.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung des Gemüses

Beginne damit, alle Kartoffeln gründlich unter fließendem Wasser zu waschen und zu schälen. Schneide sie in etwa gleichgroße Würfel von circa zwei Zentimetern Kantenlänge. Diese Größe sorgt dafür, dass die Kartoffeln gleichmäßig garen und später die richtige Konsistenz für die Suppe entwickeln. Schäle nun die Zwiebeln und hacke sie fein. Die Karotten werden ebenfalls geschält und in kleine Würfel geschnitten. Den Sellerie putzt du und schneidest ihn in dünne Scheiben. Beim Lauch entfernst du die dunkelgrünen Teile, halbierst ihn längs und spülst ihn gründlich aus, um eventuellen Sand zu entfernen. Schneide ihn dann in feine Ringe. Diese sorgfältige Vorbereitung ist wichtig, damit später alle Zutaten gleichzeitig gar werden.

2. Anbraten des Gemüses

Erhitze das Rapsöl in deinem großen Kochtopf bei mittlerer Hitze. Gib zunächst die gehackten Zwiebeln hinein und lasse sie etwa drei Minuten glasig werden. Sie sollten nicht braun werden, sondern nur ihre Schärfe verlieren und einen süßlichen Duft entwickeln. Füge dann die Karottenwürfel, den Sellerie und den Lauch hinzu. Brate alles zusammen für weitere fünf Minuten unter gelegentlichem Rühren an. Dieser Schritt wird als Anschwitzen bezeichnet und sorgt dafür, dass die Aromen der Gemüse sich entfalten und eine geschmackliche Grundlage für die Suppe bilden.

3. Hinzufügen der Kartoffeln und der Brühe

Gib nun die vorbereiteten Kartoffelwürfel zu dem angebratenen Gemüse in den Topf. Rühre alles gut durch, damit sich die Kartoffeln mit den anderen Zutaten vermischen. Gieße dann die Gemüsebrühe darüber, bis alle Zutaten vollständig bedeckt sind. Füge das Lorbeerblatt und den getrockneten Majoran hinzu. Diese Gewürze verleihen der Suppe ihr typisch deutsches Aroma. Würze mit einer guten Prise Salz und etwas frisch gemahlenem Pfeffer. Bringe die Suppe zum Kochen und reduziere dann die Hitze, sodass sie nur noch sanft köchelt.

4. Köcheln lassen und Sämigkeit erzeugen

Lasse die Suppe nun für etwa 25 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze köcheln. Rühre gelegentlich um, damit nichts am Boden ansetzt. Die mehligkochenden Kartoffeln werden während dieser Zeit weich und beginnen zu zerfallen. Dies ist gewünscht, denn genau dadurch entsteht die charakteristische sämige Konsistenz der Kartoffelsuppe. Nach etwa 20 Minuten kannst du mit einer Gabel prüfen, ob die Kartoffeln weich genug sind. Nimm dann den Kartoffelstampfer und zerdrücke etwa die Hälfte der Kartoffeln direkt im Topf. So wird die Suppe schön dickflüssig, behält aber noch Stückchen, die für Biss sorgen.

5. Würstchen hinzufügen

Schneide die Wiener Würstchen in mundgerechte Scheiben von etwa einem Zentimeter Dicke. Gib sie in die Suppe und lasse sie für weitere fünf Minuten mitköcheln. Die Würstchen müssen nicht lange garen, da sie bereits vorgegart sind. Sie sollen nur heiß werden und ihren würzigen Geschmack an die Suppe abgeben. Achte darauf, dass die Suppe nicht mehr stark kocht, sondern nur noch sanft siedet, damit die Würstchen nicht aufplatzen.

6. Verfeinern und Abschmecken

Rühre nun die Sahne unter die Suppe. Sie macht die Konsistenz noch cremiger und rundet den Geschmack ab. Reibe eine Prise frische Muskatnuss direkt über die Suppe. Dieses Gewürz harmoniert wunderbar mit Kartoffeln und verleiht der Suppe eine besondere Note. Schmecke die Suppe noch einmal mit Salz und Pfeffer ab. Jeder Herd und jeder Topf ist anders, daher ist es wichtig, dass du selbst probierst und nach deinem Geschmack würzt. Streue zum Schluss die getrocknete Petersilie über die Suppe und rühre sie unter. Nimm das Lorbeerblatt heraus, bevor du servierst.

Tipp vom Chefkoch

Wenn du die Suppe noch herzhafter magst, kannst du einen Esslöffel mittelscharfen Senf unterrühren. Er passt perfekt zu den Würstchen und gibt der Suppe eine zusätzliche Geschmacksdimension. Für eine vegetarische Variante lässt du die Würstchen einfach weg und fügst stattdessen geräucherten Tofu in Würfeln hinzu. Die Suppe lässt sich hervorragend vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, da die Aromen Zeit hatten, sich zu verbinden. Beim Aufwärmen eventuell etwas Brühe oder Wasser hinzufügen, da die Kartoffeln über Nacht noch Flüssigkeit aufnehmen.

Passende Getränke zur Kartoffelsuppe

Zu dieser deftigen Kartoffelsuppe mit Würstchen passt am besten ein frisches, kühles helles Bier. Ein Pils oder ein helles Lagerbier ergänzt die herzhaften Aromen perfekt und erfrischt den Gaumen zwischen den Löffeln. Alternativ ist ein trockener Riesling aus deutschen Anbaugebieten eine ausgezeichnete Wahl. Seine Säure und Frische bilden einen schönen Kontrast zur cremigen Suppe. Für alle, die lieber alkoholfrei genießen möchten, empfiehlt sich ein Apfelschorle oder ein Mineralwasser mit Zitrone. Diese Getränke reinigen den Gaumen und lassen die Aromen der Suppe besonders gut zur Geltung kommen.

Zusätzliche Info

Die Kartoffelsuppe gehört zu den ältesten und beliebtesten Gerichten der deutschen Küche. Schon seit dem 18. Jahrhundert, als die Kartoffel in Europa heimisch wurde, bereiteten Hausfrauen diese nahrhafte Suppe zu. Ursprünglich war sie ein Arme-Leute-Essen, da Kartoffeln günstig und reichlich verfügbar waren. Mit der Zeit entwickelte sich die einfache Kartoffelsuppe zu einem geschätzten Gericht in allen Gesellschaftsschichten. Die Zugabe von Würstchen machte aus der einfachen Suppe eine vollwertige Mahlzeit. In verschiedenen Regionen Deutschlands gibt es unterschiedliche Varianten: Manche mögen die Suppe ganz glatt püriert, andere bevorzugen Kartoffelstücke. In Norddeutschland wird oft Kasseler statt Würstchen verwendet, während in Süddeutschland manchmal Speck die Suppe verfeinert. Die Eintopf-Tradition, bei der alles in einem Topf gekocht wird, spiegelt die praktische deutsche Kochkunst wider und spart Zeit beim Abwasch.

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