In der hektischen Welt der modernen Küche suchen immer mehr Menschen nach schnellen, gesunden und schmackhaften Gerichten. Das Chop Suey erfüllt genau diese Anforderungen und hat sich als beliebtes Wokgericht etabliert, das in weniger als 30 minuten auf dem tisch steht. Dieses vielseitige gericht aus der chinesischen küche besticht durch seine bunte gemüsevielfalt und seine unkomplizierte zubereitung. Der wok, eine hohe pfanne mit rundem boden, ermöglicht das schnelle garen bei hoher hitze, wodurch vitamine und nährstoffe weitgehend erhalten bleiben. Für vier personen benötigen sie eine ausgewogene mischung aus verschiedenen gemüsesorten, die dem gericht nicht nur farbe, sondern auch unterschiedliche texturen verleihen. Die sauce, die das herzstück des chop suey bildet, verbindet alle komponenten zu einem harmonischen ganzen.
20
15
facile
€€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. vorbereitung der pilze und des gemüses
Beginnen sie mit der vorbereitung der getrockneten pilze, da diese zeit zum einweichen benötigen. Geben sie die mu-err-pilze und shiitake-pilze in separate schüsseln und übergießen sie diese mit heißem wasser. Lassen sie die pilze mindestens 20 minuten einweichen, bis sie weich und geschmeidig geworden sind. Während die pilze quellen, können sie das restliche gemüse vorbereiten. Schälen sie die zwiebeln und schneiden sie diese in streifen von etwa einem zentimeter breite. Schälen sie den knoblauch und hacken sie die zehen fein. Die bambussprossen und wasserkastanien aus den dosen abgießen, gründlich unter fließendem wasser abspülen und abtropfen lassen. Schneiden sie die bambussprossen in mundgerechte stücke und die wasserkastanien in scheiben. Auch die sojasprossen aus der dose abgießen und abspülen.
2. zubereitung der sauce
Für die charakteristische sauce des chop suey vermischen sie in einer schüssel die sojasoße, austernsauce, den reiswein oder sherry und das sesamöl. Fügen sie die hühnerbrühe und den zucker hinzu und rühren sie alles gut durch. In einer kleinen separaten schüssel lösen sie die maisstärke in drei esslöffeln kaltem wasser auf. Diese mischung, auch slurry genannt, dient später zum andicken der sauce. Stellen sie beide schüsseln bereit, damit sie während des kochens schnell darauf zugreifen können. Die getrockneten pilze sollten nun weich sein. Drücken sie das überschüssige wasser aus den pilzen und schneiden sie die größeren shiitake-pilze in streifen, während die mu-err-pilze meist klein genug sind und ganz bleiben können.
3. anbraten im wok
Erhitzen sie den wok oder die große pfanne bei sehr hoher hitze, bis er richtig heiß ist. Dies ist entscheidend für das typische wok-aroma, das durch das schnelle anbraten bei hoher temperatur entsteht. Geben sie zwei esslöffel pflanzenöl in den heißen wok und schwenken sie ihn, damit sich das öl gleichmäßig verteilt. Fügen sie zunächst den gehackten knoblauch und den gemahlenen ingwer hinzu und braten sie diese etwa 30 sekunden unter ständigem rühren an, bis sie duften. Achten sie darauf, dass der knoblauch nicht verbrennt. Geben sie nun die zwiebelstreifen hinzu und braten sie diese unter ständigem schwenken etwa zwei minuten an, bis sie glasig werden und leicht bräunen.
4. hinzufügen der pilze und des gemüses
Fügen sie nun die eingeweichten und abgetropften pilze zum wok hinzu. Braten sie diese etwa drei minuten unter häufigem rühren an. Die pilze sollten ihre typische bissfeste konsistenz behalten. Geben sie anschließend die bambussprossen und wasserkastanien hinzu und braten sie alles weitere zwei minuten. Bei dieser zubereitungsmethode, dem sogenannten pfannenrühren, werden die zutaten ständig in bewegung gehalten, damit nichts anbrennt und alles gleichmäßig gart. Fügen sie zum schluss die sojasprossen hinzu und braten sie diese nur kurz mit, etwa eine minute, damit sie noch etwas biss behalten.
5. fertigstellung mit der sauce
Gießen sie nun die vorbereitete saucenmischung über das gemüse im wok. Rühren sie alles gut durch und lassen sie die sauce bei mittlerer hitze aufkochen. Sobald die sauce kocht, rühren sie die aufgelöste maisstärke noch einmal gut durch und gießen sie diese langsam unter ständigem rühren in den wok. Die sauce wird innerhalb weniger sekunden andicken und eine glänzende, sämige konsistenz annehmen. Lassen sie alles noch etwa zwei minuten köcheln, damit sich die aromen gut verbinden. Schmecken sie das chop suey mit salz und pfeffer ab. Falls die sauce zu dick geworden ist, können sie etwas wasser oder brühe hinzufügen. Ist sie zu dünn, lassen sie das gericht noch etwas länger köcheln, damit flüssigkeit verdampfen kann.
Tipp vom Chefkoch
Um dem chop suey eine besondere note zu verleihen, können sie einen teelöffel frisch geriebenen ingwer anstelle des pulvers verwenden. Bereiten sie alle zutaten vor dem kochen vor und stellen sie diese griffbereit neben den herd, denn beim wok-kochen geht alles sehr schnell. Diese methode nennt man mise en place und ist besonders bei asiatischen gerichten wichtig. Wenn sie das gericht schärfer mögen, fügen sie einige tropfen chiliöl oder eine prise getrocknete chiliflocken hinzu. Für eine proteinreichere variante können sie auch tofu aus der packung würfeln, abtropfen lassen und vor dem gemüse im wok anbraten.
Passende getränke zum chop suey
Zum chop suey passt hervorragend ein trockener riesling, dessen frische säure die würzige sauce ausgleicht und die gemüsearomen unterstreicht. Alternativ harmoniert ein grüner tee, besonders ein sencha oder lung ching, wunderbar mit den asiatischen aromen. Für bierliebhaber empfiehlt sich ein leichtes pilsner oder ein asiatisches lagerbier, das die würze des gerichts nicht überdeckt. Wer alkoholfreie optionen bevorzugt, sollte einen jasmintee oder ein ingwerwasser probieren, das die geschmacksnuancen des gerichts perfekt ergänzt.
Zusätzliche Info
Das chop suey ist eines der bekanntesten gerichte der chinesisch-amerikanischen küche und hat eine faszinierende geschichte. Der name stammt vom kantonesischen tsap seui, was übersetzt gemischte stücke bedeutet. Interessanterweise gibt es verschiedene legenden über die entstehung dieses gerichts. Eine besagt, dass es von chinesischen einwanderern in san francisco im späten 19. jahrhundert erfunden wurde, um amerikanische gäste mit den vorhandenen zutaten zu bewirten. Eine andere erzählung schreibt die erfindung einem chinesischen botschafter zu, der amerikanische gäste bewirten musste. Unabhängig von seinem wahren ursprung wurde chop suey zu einem symbol für die anpassungsfähigkeit der chinesischen küche an westliche geschmäcker. In china selbst ist das gericht in dieser form kaum bekannt, was es zu einem echten beispiel für kulinarische fusion macht. Das gericht wurde besonders in den 1920er und 1930er jahren in amerika populär und prägte maßgeblich die wahrnehmung chinesischer küche im westen. Heute wird chop suey weltweit geschätzt für seine vielseitigkeit und die möglichkeit, verschiedenste gemüsesorten zu verwenden.



